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[Manga Rezension] "Btooom!" (2 - 3) von Junya Inoue


Action, Mystery | 388, 390 & 406 Seiten | ab 16 J. | Tokyopop | 14,00 €


Zu Beginn jedes Bandes bekommt man eine "Charakterwand" vorgesetzt. Dort ersetzt, mit jeder neuen Begegnung, ein Gesicht ein Fragezeichen. Man wird im Laufe der Reihe viele Mitspieler kennenlernen dürfen, das ist sicher. Die Toten werden mit einem Kreuz ausgestrichen. Ryota hat bereits einen Verbündeten gewinnen können und trifft nun auf eine weibliche Mitspielerin.
Ich habe mich richtig auf das Mädchen gefreut, weil eigentlich sehr deutlich ist, dass sie eine Hauptfigur sein wird. Im ersten Moment habe ich sie für ein cooles Ding gehalten, aber es hat sich heraus gestellt, wie amüsant sie doch sein kann.
Trotz des düsteren Settings findet auch Humor hier seinen Einzug.
Ryota macht langsam eine tolle Entwicklung durch und man kann auf mehr hoffen.

Band 2 ging interessant zuende, nun wird das Ensemble wieder aufgegriffen. Die "Beziehung" der beiden Figuren Ryota und Himiko nimmt interessante Ausmaße an.
Der Storyverlauf an sich hält mich unentwegt in seinen Bann. Immer mehr erfahren wir über Hintergründe des Spiels und bekommen Details zugespielt, die mehr als brisant sind. (Hier wird nicht gespoilert ;D)
Mangaka Junya Inoue hält das Niveau seines Zeichenstils und gibt uns ein genussvolles Lesevergnügen. Jedes Bild ist einen zweiten Blick wert und ich liebe große Panels!
Das große Format gibt dabei natürlich Raum zur Entfaltung.
Diese Geschichte hält mich trotz ihrer Brutalität gefangen, denn ich muss positiv anmerken, dass der Protagonist gegen diese Gewalt anzugehen versucht und nicht blind den Regeln des Spiels folgt.

Charaktere: 4/5 | Zeichenstil: 5/5 | Story: 4/5



[Manga Rezension] "Morgens, Mittags, Abends" von Kotomi Aoki


Romance | 192 Seiten | nur noch gebraucht erhältlich
Das Mädchen Shinobu hat Probleme mit Jungs, aufgrund von vergangenen negativen Erfahrungen mit einem Schüler aus der Mittelstufe. Vor allem mit Yokomizo kommt sie einfach nicht klar. Wie kann man auch wie ihr Peiniger aussehen? Allerdings verhält er sich ganz anders.
Ihre Gefühle schwanken deswegen immer wieder zwischen Hass und Zuneigung.
Im Laufe des Bandes bekommt der Leser mehr und mehr Einblick in Shinobus Probleme aus der Vergangenheit. Außerdem kommt die Frage auf, ob die Protagonistin es schafft wieder Vertrauen zu jemanden aufzubauen, der kein Mädchen ist. Wird sie in Gegenwart eines Jungen wieder Lachen können?
Gerade wenn der Leser glaubt, dass Yokomizo es schafft Shinobus Vertrauen zu bekommen, dann kommt alles anders. Immer wieder schwenkt die komplette Situation um, was es schwerer macht die Entwicklung der Story vorher zusehen.
Die Story wird im Band ungewöhnlich früh unterbrochen - was ich bei 2 Bänden absolut unannehmbar finde - und mit einer Special-Story zu ende geführt. Die Zusatzgeschichte ist etwas länger als sonst und behandelt die typische Figurenkonstellation vom männlichen Superstar und seinem (weiblichen) Fan.
Die Manga-Geschichte und auch die Zusatzstory sind beide interessant, obwohl ich die eigentliche Story von Yokomizo und Shinobu bevorzuge.
Der Zeichenstil von Kotomi Aoki sagt mir leider gar nicht zu. Die Proportionen wirken nicht immer ordentlich und irritieren mich mehr beim Lesen. Ein Manga oder Comic sollte in meinen Augen aber ebenso wert auf die Zeichnungen, sowie die Geschichte legen, denn dafür schaut man sich doch bebilderte Geschichten an.
Story: 3/5 | Charaktere: 4/5 | Zeichenstil: 2/5

Romance | 192 Seiten | 6,00 €
Yokomizo gibt nicht auf das Herz von Shinobu zu gewinnen. Shinobu selbst weiß nicht was sie empfindet und wird mit für sie noch unerfreulichen Situationen konfrontiert.
Wie wird es wohl zwischen den Beiden ausgehen?
Die Gefühlsachterbahn von Shinobu geht weiter. Die Leser werden wie Yokomizo jedes Mal aufs Neue von der Figur, Shinobu, überrascht.
Wie auch in Band 1 endet Band 2 etwas früher. Diesmal wird der Band nicht von einer Zusatzstory mit anderen Charakteren zu ende geführt, sondern gibt einen Einblick ins Sichtfeld von Yokomizo. Die Geschichte von "Morgens, Mittags, Abends" wurde immer aus Shinobus Sichtfeld erzählt, wodurch der Leser durch das Extrakapitel die Handlung nochmal aus einer anderen Perspektive betrachten kann. Dieses Extrakapitel legt den Schwerpunkt vor allem auf das erste Treffen der Beiden, sowie die anfängliche Zeit zusammen in einer Klasse zu sein. Somit wiederholt sich die komplette Handlung der Reihe in diesem Kapitel nicht, wie man anfänglich vermuten könnte.
Die Liebesgeschichte der beiden Figuren, ihrer Entwicklung, hat mir an sich gefallen. Es hätte aber auch in einen Einzelband gepasst.
Story: 3/5 | Charaktere: 4/5 | Zeichenstil: 2/5


Die Geschichte hätte unheimlich genial werden können, leider haben Mangaka und Idee einfach nicht zusammen gepasst. An den Zeichnungen hätte man die Proportionen an manchen Stellen noch korrigieren können.
An sich aber eine süße Romanze für Zwischendurch.

[Manga Rezension] "GDGD - Dogs" (1-3) von Ema Toyama

 
Komödie | 176 Seiten | 7,00 €
Wie ich ein Fan von Arina Tanemuras Liebesgeschichten und detailreichen Zeichnungen bin, so bin ich auch Fan von Ema Toyama. Eine Geschichte über Schriftsteller oder in diesem Fall Mangaka freute mich ungemein!
GDGD Dogs dreht sich um eine junge Mangaka, die unfreiwillig an eine kleine Gruppe von eigenen Schülern gerät. Die Jungs reden mehr davon Mangaka zu werden, als das sie etwas dafür tun. Ema Toyama stellt mit überspitzten Charakteren die Vorstellung Außenstehender vom Beruf Mangaka dar. Während die Story vor sich hinplätschert kann der Leser in die Welt einer Mangaka hinein schnuppern. Leider kommt kaum Spannung auf und nur das Ende vom Manga drängt mich weiterzulesen. Die Idee zu dem Manga ist klasse, leider hapert es aber an der Umsetzung. Der Zeichenstil dagegen ist wie immer top, Details, wo man auch hinsieht. Vor allem mag ich es, wenn die Figuren etwas mehr ihrem Alter entsprechen, was ich in vielen Mangazeichnungen sonst vermisse.
Story: 2/5 | Charaktere: 3/5 | Zeichenstil: 4/5
Komödie | 178 Seiten | 7,00 €
Ich verstehe leider immer noch nicht, warum der Manga so heißt. Die Geschichte nimmt interessante Züge an und allmählich fiebert man mit Kanna mit. Wie wird sich ihre Laufbahn entwickeln?
Auch hier finden wir wieder lauter großer Panels, die zum Anschmachten sind. Die mag ich neben Kapitelbildern am meisten.
So langsam gewöhnt der Leser sich an Kannas Schüler, da taucht eine weitere verrückte Figur auf. Ein bisschen übertrieben wie ich finde. Ich bin aber gespannt, ob Kanna es schafft ihre Serie populärer zu machen und sie davor zu bewahren abgesetzt zu werden.
Story: 3/5 | Charaktere: 3/5 | Zeichenstil: 4,5/5
Komödie | 194 Seiten | 7,00 €
Die angedeutete Spannung zum Ende von Band 2 hat die Mangaka direkt im ersten Kapitel im Keim erstickt. Erst im letzten Drittel bekommt die Geschichte eine klare Richtung und die drei treudoofen Trottel fangen endlich mit dem Zeichnen an. Genau solche Momente hätte ich mir so viel häufiger gewünscht. Die Zeichnungen haben mir hier sehr viel Spaß gemacht. Für diese Trilogie war es ein schöner Abschluss mit offenem Ende.
Story: 2/5 | Charaktere: 3/5 | Zeichenstil: 4,5/5
Storytechnisch wurde ich von dieser Reihe leider enttäuscht. Die drei Jungs aus Kannas Kurs haben ziemliche Ausschweifungen in der Geschichte mit sich gebracht. Vom Charakter her waren sie ziemlich niedlich und total super gezeichnet. Besonders die Bauchmuskeln unseres „Blödprinzen“ haben sehr viel Freude bereitet. GDGD-Dogs ist wieder ein gelungenes Zeichenwerk von Ema Toyama, das mit seiner Geschichte nicht überzeugen konnte.
(Ihre guten Zeichnungen bringen dieser Reihe genug Punkte, um eine 4 von 5 Bewertung zu erhalten!)