[Rezension] "Supernatural 02. Sie sind unter uns" von Keith R. A. DeCandido


Daten
Originaltitel: Nevermore
Genre: Fantasy, Horror
Verlag: Egmont-Vgs
Empfohlen: unbekannt
Erschienen: September 2007
Seitenzahl
Taschenbuch: 360 Seiten
Preis
Taschenbuch: 9,95 €

Ein Doppelfall für die Winchester-Brüder steht in New York an. Um einen Freund einen Gefallen zu tun, schauen sie bei einem Rockmusiker vorbei, der nach den Auftritten an Wochenenden immer einen Geist im Haus hat. Somit können sich die Jungs an den Wochentagen um die beginnende Serie von bizarren Morden kümmern.
Der Geist ist ein richtiger Schreihals, um zu wissen was sie will, müssen die Beiden tiefer graben. Der Rockmusiker und seine Band können aber nur spärlich mit Informationen dienen. Aber eins steht fest. Einer von ihnen ist ihr Mörder.
Die bizarrsten Morde, die New York seit langem gesehen hat. Angelehnt an die Werke von Edgar Allan Poe. Was will der Mörder erreichen? Die Brüder müssen einen von Poe besessenen Mörder stoppen, bevor noch mehr Menschen für ein Wiederauferstehungsritual geopfert werden, welches noch nicht einmal funktioniert.
Zwischen Geistergeschrei, schlechter Covermusik, gutem Kaffee, grausamen Verkehr und einem Verrückten, mischen Dean und Sam New York auf.

Man ist dem Stil von Supernatural treu geblieben: schön dunkel gehalten. Wie bei Büchern zu Serien meist üblich, zieren die Schauspieler der Protagonisten in ihrer Rolle das Cover. Die Zwei sind einfach toll :3

Jedes der Kapitel trägt als Überschrift Ortsangaben und Datum. Allerdings spielen auch mal 2 Kapitel hintereinander am selben Ort und da finde ich es dann doch etwas unnötig das Gleiche noch einmal als Überschrift zu wiederholen.
Ebenfalls zu kritisieren ist, dass auch mitten im Kapitel der Ort mal wechselt und dies ja dann nicht kenntlich gemacht wird.
Man hat mit dieser Idee den Stil von Supernatural aufgreifen wollen, da in der Serie ebenfalls damit gearbeitet wird. Dies wurde leider nicht sonderlich gut umgesetzt.

Mit diesem Buch hatte ich so meine Schwierigkeiten. Mein Problem mit der Gestaltung kennt ihr ja bereits. Nur leider bleibt es nicht dabei.
Erst dachte ich, dass ein Doppelfall echt aufregend werden würde, allerdings war diese Idee eher kontraproduktiv.

Der Geist in diesem Fall war überhaupt nicht gruselig. Sie hat bloß rumgeschrien und im Haus Randale gemacht. Vielleicht wird sie im Klappentext deswegen als Todesfee bezeichnet. Als es dann endlich mal etwas spannender wurde mit dem Geist, wurde es plötzlich wieder gekappt und sie wenden sich dem anderen Fall zu. Das fand ich einfach schlimm.
Der Fall mit dem Mörder war schon etwas interessanter, allerdings hat mir der dämonische Horror-Faktor gefehlt. Es erinnerte mehr an einen Krimi. Zumindest kam hier wenigstens mehr Spannung auf und man konnte einem hoffentlich gutem Ende dieses Falls entgegen fiebern.

Verschiedene Charaktere werden hier noch vorgestellt. Eingehen möchte ich auf den Detective McBain. Sie kannte John Winchester und ist eine mir sehr sympathische Persönlichkeit. Ihr Spitzname für Dean, Bürstenkopf, ist so lala. Allerdings bei der dauerhaften Wiederholung manchmal nervig.
Der Rockmusiker Manfred ist ein dauerhaft Betrunkener. Den habe ich einfach ausgeblendet.
Aber dafür hat der Geist mich sehr interessiert. Sie war mir sympathischer als die ganze Band zusammen.
Allerdings spielt das Buch zur Zeit der zweiten Staffel und es werden Personen und Orte erwähnt, die einfach nur verwirren, wenn man sie nicht einordnen kann. Manche Erlebnisse aus den vergangenen Fällen, die für die Brüder in diesem Fall relevant sind, werden etwas genauer dargestellt, für Nichtkenner nur leider nicht genug.

Die Geschichte fokussiert sich nicht auf eine Person, so kriegt man von allen ein gutes Bild. Besonders gefielen mir die Szenen mit dem Geist. Durch den allwissenden Erzähler kann man ihre Gedanken und Emotionen endlich nachvollziehen. Ihre Sicht der Dinge, besonders in Bezug darauf, dass sie von den Winchester-Brüdern gejagt und dann auch noch mit Steinsalz beschossen wird, ist echt eine Bereicherung für die Geschichte. Irgendwie fand ich das schon lustig wie sie alles um sich herum beschrieb.
Dieser facettenreichen Einblick in die Situationen frischt das Ganze einfach etwas auf, weil man nie weiß wo man als nächstes landet und welcher Charakter einem näher gebracht wird.

Die Beschreibungen sind recht ausführlich. Der Schreibstil ist leicht und dadurch flüssig zu lesen und damit ein gutes Buch für Zwischendurch.
Das Buch hat einige Schwachstellen. Es kam einfach nicht an den Supernatural-Standard heran. Mir hat ein mehr gefährlicheres Problem in dem Fall so ziemlich gefehlt. Die positiven Aspekte sind aber auch nicht zu verdenken und trotz der Schwachstellen habe ich es gerne gelesen. Allerdings könnte manchen dieses etwas andere Supernatural-Abenteuer wohl mehr gefallen.

Kommentare:

  1. ich LIEBE supernatural abgöttisch, aber um die bücher hab ich immer einen bogen gemacht...ich finde, das ist geldmacherei...und deine rezi klingt ja jetzt auch nicht so verlockend ;)
    bei mir bleibt es dann wohl bei der serie ^^

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    1. Da du den Büchern so entgegen stehst, kann ich dir das hier nicht empfehlen. "Die Dämonenfänger" (auch rezensiert) war absolut besser, allerdings auch die Bücherversion der ersten 4 Folgen.

      Freu mich, dass es zumindest auch noch einen großen Fan der Serie hier gibt :)

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  2. p.s. danke für das nette kommentar! :)

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    1. Kein Ding :) Dein Buch ist bei mir auf die Wunschliste gewandert :D

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  3. Ich hätte mal eine Frage über das Cover des Buches und ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Ich überlege mir das Buch zu kaufen, dennoch bin ich auf Bücher mit zwei verschiedene Cover gestoßen. Überwiegend liegt das Cover vor, was auch hier als Bild eingefügt wurde, dennoch gibt es noch ein anderes Cover, was düsterer ist und einen roten Kreis mit "bisher unverfilmter Orginalroman" auf sich trägt. Was ist der unterschied zwischen diesen beiden? Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen.

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    1. Ich kenne bislang keine andere Coveraufmachung. Der Untschied meist entweder eine Neuauflage, die ein neues Cover für bessere Verkaufszahlungen bekommt, oder ein anderer Verlag, der die Rechte übernommen hat.
      Wenn der Titel gleichgeblieben ist, dann kannst du damit rechnen, dass sie vom Inhalt her gleich sind :)

      LG
      Denise

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